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Ostertour im Val d’Anniviers

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Erster Tag


Am Karfreitag starteten wir mit viel Vorfreude mit dem ÖV ins Wallis. Die Reise nach Zinal im Val d’Anniviers war mit dem Postauto eindrücklich. Ein langgezogenes Tal mit unberührter Natur im hinteren Teil. Beim Aufstieg zur Cabane du Mountet kamen wir an den Höhlen des Zinalgletschers vorbei. Nur im Winter ist ein sicheres Erforschen der Höhlen möglich. Inzwischen ist dies auch ein Hotspot in den sozialen Medien.


Wir genossen vor der Hütte die Sonne und die einmalige Bergarena.


Das Menü des Nachtessens sagte Dres richtig voraus. Es gab ein leckeres Couscous.


(Dani Seematter)


Zweiter Tag


Früh morgens, die Stirnlampe montiert, starteten wir unseren Tag mit einer Abfahrt von der Cabane du Mountet auf den Durand-Gletscher, wo wir die Felle montierten und uns bereit machten für den Aufstieg zum Col Durand. Wer seinen Rucksack richtig gepackt hatte, war natürlich auch schnell. Wir probieren immer wieder zu optimieren und schauen es den „erfahrenen Füchsen“ ab, um dann auch gleich schnell zu sein.


Der Aufstieg durch die Gletscherabbrüche war sehr imposant. Wir beobachteten eine Gruppe vor uns, die im Steilhang Schwierigkeiten hatte. Es wurde jede Aufstiegsvariante eingesetzt. Dank unserem erfahrenen Bergführerteam, Dres und Laura, die uns Stufen präparierten, konnten wir den Steilhang ohne Probleme mit Spitzkehren bewältigen. Nach zirka 700 Höhenmetern erreichten wir den Col Durand.

Oben angekommen war es noch ziemlich neblig, und wir konnten nur erahnen, wie es auf der anderen Seite aussieht. So machten wir eine etwas längere Pause und siehe da: Das Matterhorn zeigte sich von der besten Seite.


Wir nutzten ein gutes Zeitfenster, um uns bei guter Sicht auf die Abfahrt zu begeben. Die Abfahrt durch die Gletscherabbrüche war sehr abenteuerlich. Der Schnee war pulvrig, und wir konnten richtig schöne Schwünge in den Schnee zeichnen.Nun standen wir oben an einem wunderschönen, unbefahrenen Hang, und Dres erlaubte mir, die „First Line“ zu ziehen.


Mit einem „big smile on my face“ genoss ich jeden Schwung. „Es war richtig geil.“ Den Spuren nach haben es alle genossen.


Unten am Gletscher angekommen, montierten wir nochmals die Felle, um dann wieder zur Cabane du Mountet aufzusteigen. Es war ziemlich warm, und wir waren alle froh, als wir in der Hütte ankamen.

Zurück in der Hütte verköstigten wir uns mit einer feinen Rösti und liessen den schönen Tag auf der sonnigen Terrasse gemütlich ausklingen. Dabei bestaunten wir immer wieder unsere schönen Spuren. Wir wussten alle, dass der nächste Tag streng werden würde. Darum ruhten wir uns ausgiebig aus und gingen nach einem feinen Nachtessen früh ins Bett.


(Renate Linder)


Dritter Tag


Am Vorabend hatten Laura und Dres uns über den heutigen Tagesablauf orientiert: Vor uns lagen 1750 Höhenmeter!


Am Morgen montierten wir die Felle bereits bei der Hütte. Wir stiegen in nordöstlicher Richtung der Arête du Blanc entgegen. Die Aufstiegsspur war sehr angenehm, sodass wir ohne Harscheisen zügig vorankamen und das «Grätli», das sich als richtiger «Grat» entpuppte, erreichten.


Nun hiess es: Steigeisen montieren, Skier auf den Rucksack binden und Seilschaften machen. Die Überschreitung der Arête du Blanc führte leicht abwärts bis in den Sattel des Dôme. Jetzt konnten wir die Skis wieder anziehen, und es folgte eine wunderschöne Gletscherabfahrt über den Glacier de Moming. Ein zweites Mal mussten nun die Felle montiert werden, und wir machten uns auf den Weg zur Cabane Arpitettaz, unserem nächsten Zwischenziel. Dank Dres warteten bei der Ankunft bereits ein feiner Kuchen und Getränke auf uns. Wir waren alle dankbar für diese Stärkung und die kleine Pause, denn unser Tagesziel war noch lange nicht erreicht.


Der weitere Aufstieg führte uns über den Col de Milon, wo wir erneut die Skis aufbinden mussten. Nun folgte eine weitere, kürzere Abfahrt und dann noch der letzte lange Aufstieg zur Cabane de Tracuit. Kurz unterhalb der Hütte mussten wir die Skis ein drittes Mal aufbinden, und so waren alle glücklich, als wir endlich unser Tagesziel erreichten.


(Rosmarie Bleuer)


Letzter Tag


Die Gruppe entschied sich für die Tête de Milon (3685 m). Wir trotzten der „Verlockung“ Bishorn (4149 m), auch nach wiederholter Nachfrage von Dres und Laura. Die ersten Stunden waren wie erwartet windig und eiskalt, der Gipfelgruss blieb kurz.


Auf der Höhe der Tracuithütte wurde bei der Abfahrt der Himmel wieder klar. Nach einem kurzen Aufstieg Richtung Diablon des Dames zogen wir die Jacken aus. Die Sicht war für die Abfahrt Richtung Roc de la Vache fantastisch. Richtige Frühlingsverhältnisse!


Noch einige Katzensprünge zwischen den Schneeflecken auf der Südflanke des Zinaltals, nach einigem Schlängeln zwischen den Gebüschen und mit voller Geschwindigkeit über die letzte Brücke erreichten wir mit riesiger Freude die ersehnte Terrasse in Zinal.


Ein GROSSES MERCI an Laura, an Dres und an alle — et à l’année prochaine!


(Sophie Rytz)

03. April 2026 – 06. April 2026

Laura Bomio, Andreas Abegglen

Rosmarie Bleuer, Renate Linder, Sophie Rytz, Daniel Seematter

Andreas Abegglen, Rosmarie Bleuer, Renate Linder, Sophie Rytz, Daniel Seematter

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