top of page

Wild aufs Wildhorn

Datum:
Tourenleitung:
Bericht:
Fotos:

Wild aufs Wildhorn


Vier motivierte und aufs Wildhorn «wilde» TourengängerInnen trafen sich am Samstag, 21. März 2026 beim Bahnhof Lenk, um zusammen mit dem Leiter Felix Kamer die geplante Tour in Angriff zu nehmen. Nachdem anfangs Woche alles noch verheissungsvoll aussah, zeichnete sich im Wetterbericht eine Störung von Samstag auf Sonntag ab, welche umso zuverlässiger prognostiziert wurde, je näher der Tourentermin rückte. Aber was soll’s: das Wetter findet vor Ort statt…und überhaupt, wir sind auch nicht die Einzigen. Im ausgebuchten Gross-Taxi ging es zur Iffigenalp und bei strahlendem Wetter nahmen wir den Aufstieg zur Wildhornhütte in Angriff, in der Reihenfolge Felix, Andrea, Ursula, Res und zuletzt Chrige, welche offensichtlich nicht ihren besten Tag erwischte. Denn die Lücke wurde immer grösser, was nicht nur den Tourenleiter leicht nervös werden liess. Auf halbem Weg und noch vor dem Iffigensee gab es eine verdiente Pause. Was uns vom Himmel entgegenschwebte, waren leider nicht Federn von Schneehühnern, sondern die ersten Schneeflocken der angekündigten Störung. Die schlechtere Sicht veranlasste den Tourenleiter, das Schlusslicht direkt hinter seinen Ski zu beordern. Leicht beleidigt und im Stolz verletzt, spurte Chrige dann bis zur Hütte an der Spitze der Gruppe: Oberländerinnen halt…dachte jedenfalls der schreibende Zürcher «Zuechegeschlänggete» und vermutlich auch der Berner Tourenleiter.


Wegen des zunehmend schlechteren Wetters führten wir die von Felix vorangekündigte Spaltenrettungsübung mit allen vorhandenen Reep-Schnüren, Seilresten und Hilfsgeräten am Hüttentisch durch. Das Ganze war so kurzweilig und interessant, dass fast niemand mehr vor dem Nachtessen zum Ruhen kam und selbst Teilnehmerinnen von anderen Gruppen sich an den Übungen beteiligten.


Am nächsten Morgen hiess es dann zuerst einmal: liegen bleiben. Schneefall und schlechte Sicht liessen keine übliche, morgendliche Hast zu. Einem gemütlichen Morgenessen folgte ein zunehmender Sturm vor der Hütte, was direkt in eine gesellige Jassrunde mündete. Nachdem die Männer verloren hatten und die Frauen die Revanche fürchteten, gab es kein Pardon mehr: Nach dem Packen verabschiedeten wir uns von der gemütlichen und sehr gut geführten Hütte wieder in Richtung Tal, mit der Absicht, vor dem See nochmals in Richtung Iffighore aufzusteigen. Doch schwerer Neuschnee und der Ausblick auf die Sturmböen oben auf dem Gipfel liessen uns auch von diesem Vorhaben absehen. So ging es weiter talwärts. Je tiefer die Abfahrt ging, desto mehr beruhigte sich das Wetter und es kam sogar leichtes Powder-Feeling auf. Das vorreservierte Alpentaxi brachte uns zurück zum Bahnhof Lenk. Trotz allem Wetterpech: ein abwechslungsreiches, kurzweiliges Tourenwochenende im Oberland West. Herzlichen Dank an Felix für die umsichtige und kurzweilige Tourenleitung!


21. März 2026 – 22. März 2026

Felix Kamer

Res Schlatter

Andrea Friedli

bottom of page